Gut nun ist es vorbei. Und ich habe es überlebt. Nein keine OP, sondern ein Konzert der Superlative. Die Rolling Stones in Hamburg. Die Anreise in einem wie immer etwas zu engen Lufthansa Flieger war kurz und angenehm. Die Hamburger Presse sorgte dann noch a bisserl für Verwirrung, denn die Bühne ist ca. 1 Woche vor dem Konzert um 90 Grad gedreht worden und befand sich nun nicht mehr auf der Schmalseite des Stadions, sondern auf der Längsseite. Doch zum Glück mussten die Karten auf unseren Plätzen nicht umgetauscht werden. Ein riesen Vorteil dieser Vorgehensweise war es, das so die wohl nicht endgültig optimale Vermarktung des Konzerts verdeckt werden konnte, denn so sind bei weitem mehr Plätze unbrauchbar geworden. Anreise in HH zum Stadion war unproblematisch. Was ein wenig schade war, dass wir trotz heftiger Diskussion, keinen Foto mitgenommen haben, denn die Security war eher symbolisch. Ok nun rein ins Stadion und dann der große Lacher… Sind die Fans der Stones wirklich alle schon sooo alt ?? Hm ein paar sicherlich. Gut was erblicken meine Äuglein, Stühle! Ja klar wir hatte ja auch einen Sitzplatz, aber bei einer Rockband Bestuhlung in der Arena halte ich für ganz großen Sport. Nun zum eigentlichen Ereignis. Die Vorgruppe war mir absolut unbekannt am Anfang auch net wirklich überzeugend, mauserte sich aber im Laufe der gut 60 Min zu einer wirklich guten Leistung, die von den Zuschauern auch honoriert wurde. Dann etwas Pause, durchbrochen durch einige Szenenapplausschwaden für Beleuchter, die an ihrem Beleutungsturm hochkletterten. Dabei viel auf, das der eine oder andere möglicherweise schon 1965 beim Konzert als Beleuchter gearbeitet hatte. Und dann gings los mit „Start me up!“ dem folgten ca. 2 Stunden Rock vom feinsten. Die 4 Jungs, oder eher Opas, im Alter zwischen 60 und 66, legten sich richtig ins Zeug. Keith schien mir allerdings etwas, wie soll man sagen, in seinem eigenen Element… Ein grandioses Bild bot sich mit dem mitten in die Arena gefahrenen Bühnenteil, auf dem Umringt von Fans, Stühle brauchte da keiner, Mick „Satisfaction“ gewohnt „unteatralisch“ sang. Was ich mich allerdings fragte ob man da wirklich noch viel von den Stones hörte oder doch eher die 25-30 Tausend, Zeitungsabhängig, Fans, die wild Grölend vor sich hin hopsten. Gegen 2300 Uhr war dann mit einem netten Feuerwerk und einem Haufen Rauch die Veranstaltung beendet. Nun zum Fazit. Mir persönlich hat das Konzert in Hamburg besser gefallen, da wir näher an der Bühne waren und generell alles viel kleiner, fast schon Hallenartig war gegenüber dem Olympia Stadion in München. Schade war, dass dieses Jahr „Angie“ keinen Platz auf der Songliste ergattern konnte. Die Organisation war nicht so professionell wie in MUC. Jetzt noch so zum Abschluss ein wenig Spaß mit ÖPNV der Hansestadt Hamburg. Wie sich jeder Denken kann ist es immer einfacher 30000 Menschen zu einem Konzert hin zu bekommen als sie wieder weg zu bekommen. Klar den Weg wollen alle und zwar jetzt. Nun stehen wir so an einer Busshaltestelle mit so ein „paar“ anderen und warten auf den Bus. Der kommt, alles Quetscht sich rein und los geht’s. Nun gibt es beim Stadion in Hamburg die tolle Einrichtung eines Shuttlebus, der die Leute von dort zu einem Knotenpunkt mit S-Bahn usw. bringt. Nur haben wir das nicht gewusst, zum Glück, denn die nächste Station an der wir ankamen war der Endpunkt der Shuttles. Somit wollten dort noch ein „paar“ mehr Leute den Bus entern, der aber für mein Gefühl schon überfüllt war. Vielleicht sollte ich abschließend noch erwähnen, das der nächste und somit auch der letzte Bus in ca. 40 Min ging...
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